Spieglein, Spieglein

Eine Theater- und Tanzperformance

 

 

Zwischen Wiedererkenntnis und Illusion, Konstruktion des Ichs und Bestätigung der Identität beantwortet der Spiegel stets auf die eine oder andere Weise die Frage: Wer bin ich?

 

In diesem Projekt versuchen wir die Beziehung zu ergründen, die wir zu unserem eigenen Bild und dem der Anderen haben. Warum machen wir eigentlich Selfies? Warum sind wir stets bemüht, ein perfektes Bild von uns abzugeben? Perfekte Körper, perfekte Familien und Beziehungen – und auch die Dinge müssen stets perfekt sein. Genügt es denn nicht, wenn jemand oder etwas «gut» ist? Oder sogar nur «tauglich», wie das Militär es verlangt? Wer oder was perfekt ist, kann sich nicht mehr weiterentwickeln. Sind «perfekte» Menschen nicht irgendwie «Untote»?


Wir arbeiten mit einer modernen Theatertechnik nach Armand Deladoey: im Zentrum steht der Zusammenhang zwischen Körper, Sprache und Raum. Da immer mit der ganzen Gruppe gearbeitet wird, ist die Beziehung zu den Anderen ebenfalls elementar. Diese Arbeit verbessert Präsenz und Ausdruck, führt zu mehr Sicherheit beim Sprechen und zu einem besseren Verständnis von der Bewegung im Raum. Ein wichtiger Teil der Performance ist der zeitgenössische Tanz.

 

 

Daten: jeweils freitags 18.30-20.00 Uhr
22.3., 29.3., 5.4., 26.4., 3.5. im Kursraum Thuner Seespiele
10.5., 17.5., 24.5., 31.5., 7.6., 14.6., 21.6., 28.6. + Sa 29.6. (Ort noch offen)

 

 

Aufführung: 5.7.2019 
Kosten: Fr. 240.00 (in Ausbildung) / Fr. 300.00 (Erwachsene)  

Leitung: Robin Bezençon, Regieassistenz Lisa Essig

Anmeldungrobin.bezencon[@]hotmail.com

 Projekt 2018/19: experimentelles Theater- und Kurzfilmprojekt

"Das Individuum ist wie eine Welle, die sich an der Wasseroberfläche erhebt...

 

… und sie fällt sehr schnell in die einförmige Masse zurück, die sie verschluckt. Sie fällt immer wieder zurück in die unwiderstehliche Bewegung der Flut, die sie trägt. Doch warum soll man sich nicht immer und immer wieder erheben?" (Pascal Quignard: Die wandernden Schatten)

Wir bearbeiten den obigen Text mit einer modernen Theatertechnik. Im Zentrum steht der Zusammenhang zwischen Körper, Sprache und Raum. Da meistens mit der ganzen Gruppe gearbeitet wird, ist die Beziehung zu den Anderen ebenfalls elementar. 

Das Trainieren dieser Technik führt zu einer Verbesserung der Präsenz und des Ausdrucks, zu mehr Sicherheit beim Sprechen und zu einem besseren Verständnis von der Bewegung im Raum.

Wir erarbeiten eine Performance, die anschliessend gefilmt und geschnitten wird. Dauer des Kurzfilms: max. 5 Minuten.

Samstag 26.1. öffentliche Werkschau um 18.00 Uhr

Sonntag 24.2. 10.00 Repetition und Maske, 13.30-15.30 Dreh. 

Leitung: Robin Bezençon / Regieassistenz: Lisa Essig / Produktion: Carmen Bezençon / DOP: Simon von Niederhäusern, Filmaare / Musikalische Begleitung: Zülküf Sayan (Perkussion) / Maske: Monique Müller / Schausspiel: Luna Sibold, Kaja Alampi, Magali Lamontagne, Eyana Gähwiler, Lisa Essig, Carmen Bezençon

Pascal Quignard ist ein französischer Schriftsteller, geboren 1948. Er zählt zu den wichtigsten Gegenwartsautoren Frankreichs, ist in deutschsprachigen Ländern aber weitgehend unbekannt. Sein 2002 erschienenes Werk Die wandernden Schatten erhielt den Prix Goncourt, den bekanntesten französischen Literaturpreis. 

Projekt 2017: Interpretations-Versuche mit Texten von Berthold Brecht: Monolog der jüdischen Frau. 

Kamera: Filmaare

Cast: Kaja Alampi / Magali Lamontagne / Luna Sibold

Wir danken dem Gymnasium Thun für das zur Verfügung stellen der Villa Séquin.